DAS IST DIE FRAGE, DIE DIE AUTOHERSTELLER AUF DER GANZEN WELT AUF TRAB HÄLT. ABER BIST DU SICHER, DASS DIES RICHTIGE FRAGESTELLUNG IST?

Vor einigen Wochen hat, wie Du weißt, der jährliche Genfer Autosalon stattgefunden.

Ich habe mit Aufmerksamkeit alle Nachrichten im Zusammenhang mit den Neuerscheinungen und den Previews verfolgt und dabei ist mir insbesondere ein Artikel ins Auge gefallen, der mich zum Nachdenken gebracht hat und über den ich heute gerne sprechen möchte.

Ich war zu Hause und habe nach einem arbeitsreichen Tag im Büro mein iPad gecheckt. Die Zeit nach dem Abendessen damit zu verbringen, die Gedanken schweifen zu lassen und mich auf Sachen zu konzentrieren, die mich interessieren, ohne dabei allzu viel nachdenken zu müssen, ist wie ein Allheilmittel.

Ich bin auf einen Beitrag von Quattroruote gestoßen, in dem die beiden Fiat-Modelle, der neue 500 und der Centoventi, die das Unternehmen bei der Challenge of Zero Emissions in Europa,  begleiten werden, vorgestellt wurden. Ich nehme an, Du hast davon gehört.

Als ich die Zeilen durchging, geschah etwas Unglaubliches mit mir, was ziemlich schwer zu beschreiben ist. Auf meiner Haut verspürte ich den gleichen Gefühlsreiz wie beim Abheben mit einem Gleitschirm.

Das viel diskutierte Thema über die Zukunft des Elektroautos ähnelt einem Gleitschirmflug.

Du fühlst dich sicher verankert, die ersten Male hast du einen Fluglehrer bei dir, du kennst die Richtung des Windes, den Punkt, den du erreichen willst, du hast die Technik auf deiner Seite. Vielleicht hast du auch die Angst vor den Risiken abgeschüttelt, du hast sie aus deinem Kopf gelöscht, damit dein Absprung in die Luft noch freier wird.

Trotzdem bleibt es ein Flug ins Leere.

Verstehst Du, was ich meine?

Es wird viel über die Zukunft des Autos diskutiert, und ich denke, nicht ohne guten Grund.

Obwohl unsere Welt eine Welt der Berechnungen und Zahlen ist, so beziehen sich die Prognosen dennoch auf etwas, das erst noch auf uns zukommen wird und das wir uns im Detail noch gar nicht vorstellen können und  wie genau es aussehen wird.

Wird es gelingen? Welche Art der Verbreitung wird es dafür geben? Welche Zielgruppe wird sich am meisten für diesen innovativen Durchbruch in der Branche interessieren? Ab wann können wir überhaupt von einer „Umstellung auf Elektrotechnik“ sprechen?

So viele Fragen, so viele Rätsel, so viele Zweifel. Und das ist noch nicht alles.

Wir haben aber auch Gewissheiten: Die Autos der Zukunft müssen auf jeden Fall  leichter und umweltfreundlicher sein.

Die Notwendigkeit, die Abfallmengen zu reduzieren, kann nicht länger aufgeschoben werden und ist daher eine konkrete und dringliche Angelegenheit.

Das besagen uns die noch vorhandenenRessourcen und das besagen die Anforderungen unseres Planeten an die Nachhaltigkeit.

Ist die Full Electric Option eine brauchbare Alternative?

Wahrscheinlich schon, aber vor folgendem Hintergrund:

  • Im Jahr 2018 erreichte Volkswagen einen regelrechten Boom beim Absatz von Fahrzeugen mit Dieselmotor, d.h. der Wettbewerb geht auch mit den Gewohnheiten und Vorlieben der Verbraucher einher
  • Die Elektrotechnik hat ihre Grenzen, die noch nicht vollständig aufgehoben sind, wie z.B. hohe Kosten, Autonomie, Batterieentsorgung, Auflade-Stationen, der Bedarf an endloser Energieerzeugung  usw.
  • Wenn die Elektrotechnik die Zukunft bedeutet, dann geschieht die Zukunft nicht jetzt: Sie ist eine Alternative, die noch Zeit braucht und sie ist nicht auf Anhieb da.

Was also ist dann die Antwort auf die Frage, die ich Dir zu Beginn gestellt habe, auf ganz bewusst provokante Weise?

Vielleicht ist die Lösung ja gar nicht, darüber zu diskutieren. Und vielleicht ist das ja auch gar nicht die richtige Frage.

Denn wenn es das Ziel ist, das Gewicht von Autos zu reduzieren und weniger zu verbrauchen, dann müssen wir uns vielleicht fragen, welche Lösungen es gibt, um dieses Ergebnis zu erreichen und damit die Voraussetzungen für den Beitritt zu Horizon 2020 zu schaffen.

Kannst du mir folgen? Du kannst mir vertrauen, ich bin sicher, dass du etwas sehr Interessantes für deine Arbeit finden wirst.

Der Übergang zum Elektroauto scheint heute nicht die Lösung für die infrastrukturellen Probleme zu sein.

Wenn man also dieses Ziel im Hinterkopf behält, dann gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, es zu erreichen, und zwar auf verschiedene Weise.

Ich möchte ein Beispiel nennen, das mich sehr persönlich angeht: Seit einigen Monaten beteiligt sich SAPA an einem Forschungsprogramm namens LIFE BIOBCOMPO, das zusammen mit CRF, EZV und SOPHIA und mit Unterstützung der Europäischen Union darauf ausgerichtet ist, die CO2-Emissionen bis Juni 2021 um 8% zu reduzieren.

Wie?

Durch die Gewichtsreduzierung von Komponenten und den Einsatz von Verbundwerkstoffen werden konventionelle Mineralfasern durch biobasierte Fasern ersetzt, wodurch die Nutzung nachhaltigerer Ressourcen vorangetrieben wird.

Im Projekt Life BIOBCOMPO verpflichtet sich SAPA, die CO2-Emissionen bis 2021 zu reduzieren.

Die Idee, das Bauteil bereits in der Konstruktionsphase  gemäß einer bestimmten Produktionsmethode auszuarbeiten, die das Produkt leistungsfähiger macht und weniger Abfall produziert, ist auch die Grundlage für die One-Shot®-Methode, die von SAPA patentiert und bereits industrialisiert wurde.

Es handelt sich um den weltweit schnellsten Prozess zur Herstellung von Automobilkomponenten:

  • Weniger Gewicht
  • Weniger Abfälle
  • Weniger Zeit
  • Hohe Leistungsqualität

Ich gebe Dir direkt ein konkretes Beispiel, damit du verstehst, wovon ich rede.

Die Ingenieure der SAPA-eigenen Abteilung „Innovation Engineering“ haben den Produktionsprozess des Engine Beauty Cover erneuert.

Du weißt, dass im traditionellen Prozess die folgenden Schritte notwendig sind, bevor das gewünschte Ergebnis erreicht wird:

  1. 3 verschiedene Formen für den Druck der Teile
  2. Einspritzung von PUR-Schaum durch Fremdlieferanten
  3. Montage und Befestigung der Teile mit Starlock und Unterlegscheiben

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Einspritzphase des PUR dreimal langsamer war als die des Formprozesses.   

Durch die Anwendung der One-Shot®-Methode konnten unsere Ingenieure auf die Montage der Bauteile verzichten, wodurch das Spritzgießen und Einbringen von PUR auf einen einzigen Durchgang reduziert werden konnte.

Der Engine Beauty Cover, hergestellt mit der One-Shot® Methode

Du fragst dich vermutlich, welche Auswirkungen diese Vorgehensweise hat. Ich stelle Dir eine Liste auf:

  • Produktivitätssteigerung um 300%.
  • Eine Form statt drei: Im Standardverfahren wird eine Form für die Hartschale und zwei weitere PUR-Formen benötigt.        
  • Die Zykluszeit verringert sich von 180 Sekunden (erforderlich für Deckform + Schallschutzform) auf nur 60 Sekunden.
  • Die Starlock-Fixierung entfällt durch die chemische Verankerung, so dass sie weder vom Bediener noch von einer Spezialmaschine auf dem Cover befestigt werden muss.
  • Mehr Luxusgefühl durch weniger Vibrationen und Geräuschentwicklung

Was ich versuche dir damit zu sagen, nun, das ist ganz einfach.

Das patentierte One-Shot®-System ist eine Alternative zum herkömmlichen System und bietet den Vorteil, dass weiterhin die gleichen Ziele verfolgt werden können, nämlich die Abfallreduzierung, die Leichtbauweise der Komponenten und die Beschleunigung des durch das elektrische System benötigten Zeitaufwandes.

Wenn wir über Abfall und Umweltverschmutzung sprechen, denken wir sofort an den Kraftstoff, aber es gibt auch Produktionsrückstände durch lange Prozessabläufe oder durch nicht optimierte Systeme.

In Anlehnung an das bereits erwähnte Beispiel wird der nach der One-Shot® Methode hergestellte Engine Beauty Cover mit einer einzigen Gussform auf einer einzigen Produktionsinsel hergestellt, wodurch die Kosten und der Ausschuss, die bisher beim Umsetzen des Bauteils und beim Einspritzen des geschäumten PUR anfielen, auf Null reduziert werden.

Und das ist noch nicht alles.

Gerade weil es sich um ein innovatives System handelt, das sich den Veränderungen im Automobilsektor anpasst, ist die One-Shot®-Methode sehr gut für den Einstieg in die Elektrotechnik geeignet.

Ich möchte an dieser Stelle das Beispiel des One-Shot® Aero Shield nennen, der neuesten von SAPA Zur Patentierung anstehend Komponente.

Wie viele andere Komponenten, die mit der One-Shot®-Methode hergestellt werden, wird auch der Unterbodenschutz in einem einzigen Arbeitsgang, einem einzigen Produktionsschritt hergestellt.

Die angewandte innovative Technologie ermöglicht die Verwendung eines Kohlenvoroxidgewebes, das eine sehr hohe Widerstandsfähigkeit bei mehr als 500 Grad aufweist und  ersetzt das Aluminium, wodurch die technische Leistungsfähigkeit des Bauteils verbessert wird.

Da es in einem einzigen Arbeitstakt hergestellt wird, sind keine Aluminiumnieten erforderlich, die das Risiko bergen, elektrostatische Entladungen aufzunehmen oder zu reflektieren. Diese Technologie ist daher perfekt geeignet für Elektroautos.

Die neue One-Shot®-Komponente: das Aero Shield.

Die Zukunft des Automobils ist also die Elektrotechnik? Wir können es noch nicht einschätzen.

Natürlich sind die Anforderungen an die Nachhaltigkeit und die Erforschung neuer Lösungsansätze, die das Auto sozusagen von Anfang an neu durchdenken, sehr konkret und verlangen eine umgehende Umsetzung.

Wie gute Gleitschirmflieger müssen wir die bestmögliche Ausrüstung auswählen, unseren Überflug gewissenhaft vorbereiten und uns dabei vom Wind zu unseren Gunsten führen lassen.

Nur so kann der Flug zu einem garantierten Erfolg werden.

Bis bald.

 

Giovanni Affinita

Geschäftsführender Direktor und Mitglied des Verwaltungsrats der SAPA

 

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